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Erlebnispädagogischer FachdienstKajakfahren, Klettern, Höhlenbegehungen, Segeln und Schneeschuh-wanderungen sind moderne und abenteuerliche Sportarten, die im Gerhardinger Haus für erlebnispädagogische Projekte genutzt werden. Dabei ist es das Ziel, elementare Schwierigkeiten der Kinder aufzuarbeiten, was durch die außergewöhnliche Situation eines spannenden Erlebens unterstützt wird. So werden Grenzsituationen geschaffen. Es entstehen Abenteuer, die der Mensch braucht, von denen er träumt, die er üblicherweise nur über Video, Fernsehen oder Freizeitparks konsumieren kann. Dies stillt aber nicht den Erlebnishunger von Jugendlichen. Oft suchen sie destruktive Abenteuer, um Sinnesreize zu schaffen. Stichwort Vandalismus etc.. Wir setzen Impulse, um „echte“, konstruktive Erlebnisse erfahrbar zu machen. Dabei werden adäquate Grenzsituationen unter Beachtung größtmöglicher Sicherheit eingegangen, die mit dem sprichwörtlichen „Kribbeln im Bauch“ durchlebt werden. Nach bestandener Bewältigung ist der Jugendliche mit Recht stolz auf seine Leistung. In der Erlebnispädagogik wird Solidarität erlernt, wenn Kinder und Jugendliche sich selber und untereinander Mut zusprechen, sich über ihre Ängste austauschen, gemeinsam „in einem Boot“ sitzen und Stromschnellen bewältigen. Mit dem Canadier kentern, beim Biwak in der Schneehöhle frieren und am Lagerfeuer das Erlebte erzählen, gehört dazu. So werden aus den Gruppenbewohnern Kletter- und Paddelgemein-schaften. In diesen Situationen wird Leistung erbracht, die sich wesentlich von Schulleistungen unterscheidet, weil sie dem Jugendlichen einsichtiger ist: Wenn sie nicht weiterpaddeln, kommen sie nie zum Zeltplatz, wenn sie nicht weiterklettern, erreichen sie kein Gipfelkreuz. Es wird Energie und Ausdauer gefordert, die wieder zu einem Selbstwert führt, welcher auch für Schule und Ausbildung abforderbar ist. Der Weg ist das Ziel, aber das Erreichen des Zieles ist immer eine großartige Belohnung. Es findet Auseinandersetzung mit der Natur statt, die unsere Stadtkinder in den Fußgängerzonen nicht erleben. Das Lernfeld „Natur“ ist unmittelbar, und im Leben mit der Natur wächst die Verantwortlichkeit für die uns Menschen anvertraute Schöpfung. Jede Erlebnispädagogische Aktion findet ihre Vorbereitung im Gerhardinger Haus, entweder durch theoretische Wissensvermittlung, durch Klettertraining in der eigenen Kletterhalle oder anderen praktischen Übungen auf unserem weitläufigen Gelände. Erst danach
geht es auf „Tour“ zu Lande und auf dem Wasser. Den „Kick“ im Bewusstsein schaffen ohne Drogen, Ersatzstoffe oder sekundäre Medienberieselung, sondern durch prickelnde Lebensfreude in sich selbst und mit anderen – dies ist das Wesentliche der Erlebnispädagogik. Ferienhaus „Höfle“Etwa 20 Autominuten südlich von Kempten liegt in der Nähe vom Niedersonthofener See unser Ferienhaus „Höfle“. Gerade bei
jüngeren Kindern ein beliebtes Ferien- und Wochenenddomizil, bietet
es, weitab jeden Verkehrslärms und Stadtlebens die Möglichkeit,
die Natur zu erkunden und zu erleben. Im Sommer ist es Ausgangspunkt für
Exkursionen im Voralpengebiet sowie für Wassersportaktivitäten
am See, im Winter Startpunkt für Skitouren in die Allgäuer Berge.
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